Ugly Business?

Ant­werpen ist der welt­weit wich­tigste Dia­man­ten­han­dels­platz der Welt. Neben vier Dia­man­ten­börsen sind hier etwa 1600 Dia­man­ten­firmen ange­sie­delt. Als ich bei einem Stadt­rund­gang durch das Dia­men­ten­viertel lief, waren die Geschäfte wegen Sab­bats geschlossen. Merk­würdig, die Fas­saden und Beschrif­tungen scheinen im grassen Wider­spruch zur Kost­bar­keit des Roh­stoffs Dia­mant zu stehen.

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Radeln unter Tage

radfahren unter antwerpen

Rad­fahren macht glück­lich, auch unter Tage in Ant­wer­pens Sint-Annatunnel.

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5 praktische Werkzeuge für die rasche Schriftidentifizierung

Im Gestalteralltag taucht immer mal wieder ein unbekannte Schrift auf, die für eine akute Adrenalinausschüttung sorgt. Die wäre doch was für ein CD oder ein Magazinlayout … Guter Rat bei der Identifizierung muss nicht teuer sein, denn es gibt nützliche Helfer für umsonst. Hier stelle ich kurz 5 dieser Werkzeuge vor.

1. WhatFont – schnelle Identifizierung von Webfonts

WhatFont
What­Font ist mein per­sön­li­ches Lieb­lings­tool bei der Iden­ti­fi­zie­rung von Web­fonts. Es ist als Book­marklet und Erwei­te­rung für Chrome und Safari ver­fügbar. Es wird per Klick akti­viert und blendet beim Hovern mit der Maus ein Fenster mit dem Schrift­namen ein. Durch einen wei­teren Klick offen­baren sich zusätz­liche Infor­ma­tionen: Schriftart, Schrift­schnitt, Schrift­größe, Zei­len­ab­stand, Schrift­farbe und eine kleine Vor­schau des Alpha­bets. Mit der Esc-Taste wird das Booklet wieder deak­ti­viert. Die Tref­fer­quote der dar­ge­stellten Schriften ist in der Regel recht hoch.

2. TypeSample – eigenes Schriftmuster direkt aus dem Browser

TypeSample
Type­S­ample ist auch ein Book­marklet, mit dem sich Schriften auf Web­sites iden­ti­fi­zieren lassen. Nach Akti­vie­rung wird in einem Layer ein Schrift­muster dar­ge­stellt. Schön, dass man dieses durch Tas­ta­tur­ein­gabe ver­än­dern und sich Alphabet, Zif­fern und Inter­punk­tionen anzeigen lassen kann. Als Schman­kerl lässt sich das eigene Schrift­muster als PNG abspei­chern.

3. FireBug – CSS-Styling und mehr

Das Firefox-Addon FireBug ist nicht nur für Frontend-Entwickler nütz­lich, son­dern bietet auch dem Schrift­su­chenden Infor­ma­tionen über die ver­wen­deten Fonts. In der Light-Version funk­tio­niert es auch in den anderen popu­lären Brow­sern.

4. WhatTheFont – Offline- und Online-Schrifterkennung

What­The­Font ist ein alter Hase in Sachen Schrift­i­denti­fi­zie­rung. Man lädt ein Foto oder Screen­shot über das Inter­face hoch und muss dann ein­zelne Buch­staben kor­rekt zuweisen. Anschlie­ßend erhält man das pas­sende Ergebnis oder eine Liste mit ähn­li­chen Schriften. Je besser und größer die Abbil­dungs­qua­lität des Schrift­mus­ters, desto höher die Tref­fer­wahr­schein­lich­keit. What­The­Font gibt es auch als eigen­stän­dige App fürs Smart­phone.

5. Acrobat – Schrifterkennung mithilfe eines PDFs

Ein kleiner Geheim­tipp ist die Ver­wen­dung von Acrobat. Wenn ein PDF als Schrift­probe vor­handen ist (z.B. als Bro­schüre oder Flyer im Download-Bereich einer Web­site ver­fügbar), stehen die Auf­klä­rungs­chancen gut: Unter dem Menü Datei / Eigen­schaften (Mac: ⌘ + D) bietet der Reiter »Schriften« eine feine Auf­lis­tung aller ein­ge­bet­teten Fonts.

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Frische Schriften aus Italien: Zenon, Brevier, Gramma

In der italienischen Typo-Szene sorgt das Kollektiv CAST für frischen Wind. Die 2013 gegründete »Cooperativa Anonima Servizi Tipografici« vertreibt eigene Schriften und bietet typografische Dienstleistungen. Ich habe Riccardo Olocco — einen der Gründer — zu seinen dort veröffentlichten Schriften Zenon, Brevier und Gramma befragt. Meine dreiteilige Fontschau erscheint ab heute bei MyFonts.de.

zenon

brevier

gramma

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Gülden Sylt

Sylt im Winter

Gefühlter Früh­ling auf Sylt, mitten im Winter.

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Neuland

Rudolf Koch war einer der bedeutendsten deutschen Schriftkünstler des frühen zwanzigsten Jahrhunderts. Er schuf als Mitarbeiter der Gebrüder Klingspor Gießerei Offenbach viele noch heute bekannte Schriften, darunter die Wilhelm-Klingspor-Schrift, Kabel und Neuland.

Die vor­lie­gende Schrift­probe aus den frühen 1950er Jahren zeigt die 1923 erschie­nene Ver­sal­schrift Neu­land. Sie ist wohl die bekann­teste Schrift mit expres­sio­nis­ti­schen Zügen und erin­nert stark an den Holz­schnitt — die Buch­sta­ben­formen wirken grob und unre­gel­mäßig. Tat­säch­lich hat Koch die Stempel, ohne vor­he­rige Zeich­nung, in einem Schrift­grad selbst geschnitten. Die anderen Grade der Blei­satz­schrift unter­scheiden sich in Details.*

Dem Expres­sio­nismus lag die Idee des unmit­tel­baren, sub­jek­tiven künst­le­ri­schen Aus­drucks zugrunde. Daher standen expres­sio­nis­ti­sche Schriften eigent­lich im krassen Gegen­satz zu mecha­nisch repro­du­zier­baren Satz­schriften für die indus­tri­elle Ver­viel­fäl­ti­gung. Mit­hilfe heu­tiger Tech­niken wäre die Neu­land mög­li­cher­weise mit einer Viel­zahl alter­na­tiver Zei­chen­formen für alle Buch­staben erschienen. Dank OpenType-Technik hätte man den expres­sio­nis­ti­schen Aus­druck durchaus gut simu­lieren können. In einem lesens­werten Artikel schreibt Flo­rian Hardwig über die formal ver­wandte Schrift Irr­licht, die sich der Mög­lich­keiten der OpenType-Technik auf raf­fi­nierte Weise bedient. Die digi­tale Neu­land ist erhält­lich bei MyFonts.com.

 

* Quelle: Irrlicht, Florian Hardwig, MyFonts.de

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Zweitausendsechszehn

Schon wieder ist ein Jahr vor­über, das neue erst ein paar Stunden jung. Ich wün­sche allen Lese­rinnen und Lesern viel Erfolg und Glück für 2016!

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Mondfinsternis 53.587075° 9.943024°

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Italy, stencils and social media type hype — an interview with Fred Smeijers

Fred Smei­jers hands out advice how to improve letter shapes

During the ISIA Type Design Week 2015 I had the pleasure of talking to Fred Smeijers about this workshop, what students can learn by using stencils and about type design in general.

Hello Fred, my first question is: how do you like Italy?

I like Italy very much. What do I like about Italy? Of course it has a lot to do with the Renais­sance, but in general there is also very good food and the sce­nery is abso­lu­tely stun­ning. So we have food, sce­nery, and his­tory, and all of these aspects are well pre­sented in Italy. , so to say. That’s why I like Italy so much. Ano­ther factor is the wea­ther — most of the time it is much better than in the north of Europe. Yes, my family and I like Italy quite a lot.

You are a guest tutor at the ISIA Urbino Type Design Week for the second time after last year. What do you like best about this venue?

First of all, it is the town of Urbino itself, which qua­li­fies for all the nice things I just have men­tioned. It is a lovely, very com­pact and fasci­na­ting Renais­sance town. And secondly, there are some Ita­lian fri­ends con­nected to the school here, either directly as staff, or as former stu­dents.

The first time was an expe­ri­ment for me, because I used a method that I also apply in my classes in Leipzig. But here in Urbino I have to squeeze it all into one week, and it worked. When I did it for the first time in 2014, ever­y­body was rather pleased with it, so they asked me if I could do it again.

The focus is, of course, on giving begin­ners a sense of what it means to design typefaces and to pro­vide an under­stan­ding of how this works. The course aims to explain how let­ters are con­structed and to teach the basics of digi­ti­zing letter shapes and how to make words with them. In prin­ciple we aim to pro­vide the stu­dents with enough know­ledge, so that they are able to expand their know­ledge inde­pendently after­wards. They are of course free to use the internet as a source for fur­ther refe­rences.

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