Bleisatz, Schriftmuster Melior

Gründung eines Vereins für die Schwarze Kunst

Die Offizin Haag-Drugulin in Dresden ist eine Schatz­kammer der Schwarzen Kunst. Hier lagern große Bestände an Blei- und Holz­let­tern, Matrizen, sowie Druck- und Setz­ma­schinen. Ein Zusam­men­schluss von Gestal­tern und Typo­grafen gründet im August 2013 den »Verein für die Schwarze Kunst«, um die Mög­lich­keiten und Fas­zi­na­tion für diese Druck­technik an Inter­es­sierte weiterzugeben.

Fas­zi­na­tion Bleisatz

Unter dem Begriff »Let­ter­press« findet diese alte Technik in letzter Zeit wieder neue  Freunde, die sich für den Her­stel­lungs­pro­zess und die Dru­cker­zeug­nisse des Blei­satzes begeis­tern. Denn ähn­lich wie beim Zube­reiten eines Espressos mit einer Sieb­trä­ger­ma­schine, zählt hier nicht nur das fer­tige End­er­gebnis son­dern das Erleben mit allen Sinnen und Zere­mo­niell: der Geruch der Werk­statt, das Gewicht der Blei­let­tern, das Ein­richten der Druck­ma­schinen, die Hand­griffe und der Klang der lau­fenden Druck­ma­schinen. Im Gegen­satz zum fla­chen Offset- und Digi­tal­druck sind Blei­satz­druck­sa­chen ein Fest für Auge und Hand. Die buch­stäb­lich ins Papier gedrückten Blei­let­tern lassen sich mit den Fin­ger­spitzen erfühlen. Das Druck­bild der Buch­staben ist zudem grif­figer und orga­ni­scher. Trotz der tech­ni­schen Ent­wick­lung moderner Satz- und Druck­ver­fahren, gelten noch immer Bleisatz-Bücher als hoch­wer­tigste Druckerzeugnisse.

Ver­eins­grün­dung und Schriftenfest

Der Verein möchte sich für den Erhalt und die Pflege des Bestands in der Offizin Haag-Drugulin ein­setzen. Mit Hilfe inter­na­tional aner­kannter Dozenten soll ein hoch­pro­fes­sio­nelles Fort­bil­dungs­pro­gramm ins Leben gerufen werden. »Design­stu­denten, Medi­en­ge­stalter und Schüler sollen das Krib­beln vor und wäh­rend des Drucks am eigenen Leib erfahren.«, so das erklärte Ziel des Ver­eins. Jeder Inter­es­sierte kann den Verein ideell oder finan­ziell unter­stützen. Anläss­lich der Grün­dung am 11. August, findet einen Tag zuvor ein großes Schrif­ten­fest in Dresden statt. Wei­tere Infor­ma­tionen siehe www.schriftenfest.org

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Ideal! Interview Magazin Ausgabe 8

Das neue IDEAL! Interview Magazin

Seit letzter Woche ist Aus­gabe Num­mero 8 des IDEAL! Inter­view Magazin am Start. Es por­trai­tiert inter­es­sante Pro­mi­nente, die anderen Men­schen als Vor­bild dienen oder sie inspirieren.

Ideal-Innen

Die Inter­view­partner erzählen offen und ehr­lich aus ihrem Leben und ihren Erfah­rungen im Medi­en­busi­ness. Mit dabei waren u.a. Schau­spieler Armin Rohde, Fern­seh­kö­chin Cor­nelia Poletto, Cat­walk­trainer Jorge Gon­zalez, Musiker Peter Maffay, Pro­fi­bo­xerin Ina Menzer, Mode­rator Yared Dibaba und Musik­pro­du­zent Mousse T.

Her­aus­geber sind Mode­ra­torin und Chef­re­dak­teurin Madita van Hülsen und Foto­graf Oliver Reetz. Die beiden Ham­burger leiten das Magazin mit großem Enga­ge­ment und Pro­fes­sio­na­lität. Mit der aktu­ellen Aus­gabe wurde das redak­tio­nelle Kon­zept über­ar­beitet. Meh­rere Kurzin­ter­views, die Kolumne »Meine Helden« und ein Steck­brief lockern das Heft auf. Für fri­schen Winde sorgt auch das kom­plett über­ar­bei­tete Layout. Ent­wi­ckelt und rea­li­siert wurde es von Ulli Neutz­ling Desi­gnbuero, mit Unter­stüt­zung von mir.

Ich emp­fehle das Magazin gerne weiter, weil es wirk­lich span­nende und lesens­werte Inter­views ent­hält. Die Fotos sind ein Genuss, wie hier bereits zu sehen ist. Und auch für Typo­gra­fie­lieb­haber ist einiges geboten — feine Typo mit edlen Schriften (Arnhem und Foun­ders Gro­tesk u.m.).

Das IDEAL! Inter­view Magazin ist ein kos­ten­loses Online-Magazin, erscheint vier­tel­jähr­lich und ist nun auch als Print-Ausgabe im aus­ge­wählten Buch- und Zeit­schrif­ten­handel erhältlich.

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Bildmanipulation im Boulevardjournalismus

Bilder umgehen viele Kontroll- und Kri­tik­sperren, denen die münd­liche und schrift­liche Kom­mu­ni­ka­tion aus­ge­setzt ist. Im Gegen­satz zu jeder anderen Form der Kom­mu­ni­ka­tion kann man zu einem Bild nicht »nein« sagen. Sobald man es sieht, beginnt es zu wirken. In einer kleinen Serie stelle ich Bei­spiele vor­sätz­li­cher Bild­ma­ni­pu­la­tion in den Mas­sen­me­dien vor.

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Fotosatz — eine Schriftvorlage für mehrere Größen

Berthold Diatronic Schriftschreibe

Obwohl die Ber­liner H. Bert­hold AG bereits 1993 in Kon­kurs ging, ist ihr Name noch immer für eine Reihe von Schrift­klas­si­kern bekannt, allen voran Akzi­denz Gro­tesk. Neben der Schrift­pro­duk­tion hat das Unter­nehmen u.a. ab den 1960er Jahren Foto­satz­ge­räte ent­wi­ckelt und ver­trieben. Ein kleines, kom­paktes System war die dia­tronic von 1967. Bei­trag zu Ende lesen

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Form follows Function!? Podiumsdiskussion zu E-Books und Typografie

Unter dem Titel »Das Ende des E-Book – Funk­tion contra Gestal­tung?« findet am 5. Juni 2013 um 20.00 Uhr eine öffent­liche Podi­ums­dis­kus­sion der Stif­tung Buch­kunst im MAK Frank­furt statt. Das Podium dis­ku­tiert über die aktu­elle Ent­wick­lung bei der Gestal­tung von E-Books und die Frage, ob „gestal­tete Daten­sätze“ auch Sam­mel­ob­jekte für das Museum bzw. Preis­träger der Stif­tung sein können oder sollten. Der Ein­tritt ist frei.

Teil­nehmer sind:

  • Günter Karl Bose, Pro­fessor für Typo­grafie und Schrift, Hoch­schule Grafik und Buch­kunst in Leipzig
  • Wen­delin Hess, Art Director und Mit­be­gründer des Echt­zeit Ver­lags, Basel
  • Christof Wind­gätter, Pro­fessor für Medi­en­theorie an der Ber­liner Tech­ni­schen Kunsthochschule
  • Eva Lin­hart, Lei­terin der Abtei­lung Buch­kunst und Grafik des Museums Ange­wandte Kunst
  • Alex­andra Sender, Geschäfts­füh­rerin der Stif­tung Buchkunst

 

The Shape of Design, Frank Chimero

The Shape of Design, Frank Chimero

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Online-Petition zur Netzfreiheit unterzeichnen!

Via twitter zwit­scherte Gerrit van Aaken heute den wich­tigen Hin­weis, dass im Deut­schen Bun­destag eine Online-Petition zur Netz­frei­heit läuft. Mit Deiner Stimme trittst Du ein für ein Gesetz, »das Inter­net­an­bieter (»Pro­vider«) ver­pflichtet, alle Daten­pa­kete von Nut­zern unab­hängig von Ihrem Inhalt und Ihrer Her­kunft gleich zu behan­deln. Ins­be­son­dere sollen keine Inhalte, Dienste oder Dienst­an­bieter durch diese Pro­vider benach­tei­ligt, künst­lich ver­lang­samt oder gar blo­ckiert werden dürfen.«

Bitte mit­ma­chen — der freie Zugang zum Internet ist ein Grund­recht für alle und darf nicht den kom­mer­zi­ellen Inter­essen von Telekom und Co. geop­fert werden!

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Alles neu, macht der Mai

Liebe Lese­rinnen und Leser, die letzten Tage habe ich an einem Rede­sign meines Blogs gear­beitet, um Euch mehr Lese­kom­fort und bes­sere Ori­en­tie­rung zu bieten. Die Seite ver­zichtet auf einen Hauch Weiß­raum zugunsten einer funk­tio­nalen Navi­ga­ti­ons­leiste. Die Artikel erscheinen nun in fünf festen Kate­go­rien, die meine spe­zi­ellen The­men­schwer­punkte gut abbilden.

Ich habe lange nach­ge­dacht, ob ich das Blog­kon­zept bei­be­halten soll, weil meine Posts meis­tens weder tages­ak­tu­ellen Bezug haben, noch sehr regel­mäßig erscheinen. Tat­säch­lich ist mein Anliegen, eine Art Samm­lung (der Begriff Archiv ist mir zu ver­staubt) für Typo­grafie und Schrift auf­zu­bauen, die loh­nens­werte Infor­ma­tionen für die Praxis bietet. Neu­ig­keiten aus der Szene gibt’s eh schon an jeder Ecke, aber deutsch­spra­chige Infos mit Sub­stanz findet man leider nicht so oft an einem Ort. Ich bleibe also bewusst der Blo­go­sphäre treu, denn ent­gegen der land­läu­figen Mei­nung, sind Blogs keine kurz­wei­lige Mode­er­schei­nung und alles andere als tot. Im Gegen­teil, das Micro­publis­hing steckt erst in den Anfängen und wird es in naher Zukunft locker mit der schwer­fäl­ligen Publis­hing­branche aufnehmen.

Das Layout ist nun Responsive und opti­miert für die Benut­zung auf Laptop und iPad. Als neue Text­schrift ver­wende ich die geniale Turnip RE von Font Bureau. Wich­tigste Ver­bes­se­rung ist jedoch die Beschrän­kung und direkte Aus­wahl­mög­lich­keit der fünf Kate­go­rien. Für die gezielte Detail­suche, bitte ich Euch, die Such­maske zu ver­wenden — alle Artikel sind mit meh­reren Schlag­worten (im Moment etwa 250) vertagt.

Da ich die alten Artikel ans neue Layout anpassen muss, klemmt es noch hier und da. Ich bitte daher noch um ein wenig Geduld. Ich hoffe, Euch gefällt das Rede­sign. Über Feed­back freue ich mich natür­lich immer – egal ob Kritik, Lob oder Themenvorschläge.

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futura_urform

Tote oder lebendige Schrift?

Die abge­bil­dete Ein­la­dungs­karte bewarb den gleich­na­migen Vor­trag Paul Ren­ners im Jahr 1925. Sie war in einer frühen Fas­sung der Futura gesetzt, die eine Reihe eigen­wil­liger, sehr abs­trakt ver­ein­fachter Zei­chen besass.
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