Adobes erste Open Source Schriftfamilie

 

Die kali­for­ni­sche Software-Schmiede Adobe ist Vie­len beson­ders durch ihre Publishing-Software bekannt. Als Erfin­der der PostScript-Technologie ist Adobe zugleich auch einer der gro­ßen Schrift­an­bie­ter für digi­tale Fonts. Ges­tern ver­öf­fent­lichte das Unter­neh­men eine kom­plette, mit 12 Schnit­ten bes­tens aus­ge­baute Schrift­fa­mi­lie als Open Source Pro­jekt. Paul D. Hunt beschreibt im Adobe-Typoblog die Hin­ter­gründe für die Ent­ste­hung sei­ner Sans Serif.

 

 

Source Sans Pro ist durch die News Gothic inspi­riert, wirkt aber gefäl­li­ger und fri­scher. Ein ers­ter klei­ner Satz­test in InDe­sign ist viel­ver­spre­chend: die Schrift ist her­vor­ra­gend gekernt und hat ein sehr gleich­mä­ßig wir­ken­des Schrift­bild. Kein Wun­der, denn sie ist völ­lig frei von tech­ni­schen Beschrän­kun­gen und ästhe­ti­schen Kom­pro­mis­sen aus der Blei­satz­ära. Die aktu­elle Ver­sion der Source Sans Pro bringt schon 821 Gly­phen auf die Waage und soll noch wei­ter aus­ge­baut wer­den! Das kyril­li­sche und grie­chi­sche Alpha­bet wird fol­gen und zusätz­lich ist eine Monospaced-Variante geplant. Wie es sich für ein rich­ti­ges Open Source Pro­jekt gehört, ist die Schrift nicht nur als Desktop-Font ver­füg­bar, son­dern auch als Web­font via Typekit, WebInk und Google Web Fonts.

Ich bin begeis­tert, dass Adobe mit der Source Sans Pro ein ech­tes Arbeits­tier für lange Texte zum Down­load bereit­stellt. Wer eine gut les­bare Schrift fürs Web sucht und kein Bud­get für den Kauf von Web­fonts hat, sollte sich diese Schrift­fa­mi­lie mal genauer anse­hen. Im Ver­gleich zu den meis­ten Google Web Fonts ist sie eine echte (!) Alter­na­tive.

1 Kommentar

  1. Petersen am 18.08.2012

    Es wäre kom­for­ta­bel gewe­sen, wenn man den Download-Link bereit­ge­stellt hätte:
    http://sourceforge.net/projects/sourcesans.adobe/files/
    Danke für den Hin­weis!