Ruhe.

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Pensum Pro – ein wahres Textmonster

Buchypografen aufgepasst: Mit der Pensum Pro bietet TypeMates ein vielseitiges Textmonster für lange Textstrecken an. Auf MyFonts​.de stelle ich die Schriftfamilie vor und befragte deren Entwerfer Nils Thomson über ihre Entstehungsgeschichte und besonderen Merkmale.

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Digitale Schriftmuster

Auf typespe​ci​mens​.io fin­dest Du eine feine Aus­wahl digi­taler Schrift­muster von ver­schie­denen Type­foundries. Ich finde es sehr beein­dru­ckend, wie auf­wendig und lecker viele Schriften mit eigenen Mini-​Websites prä­sen­tiert werden. Mein Tipp: GT Ame­rica ist ganz vorne dabei.

Mehrer Schrift­muster als the­ma­ti­sche »Wim­mel­bilder« und Fund­grube für wirk­lich tolle Schrift­mi­schungen prä­sen­tiert Hoefler & Co. Dis­cover Typo­graphy: ame­ri­ka­nisch, retro und state of the art!

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Guillemets und andere Besonderheiten in der französischsprachigen Typografie

Seit einem guten Jahr habe ich das Vergnügen, das Deutsche Forum für Kunstgeschichte Paris typografisch betreuen zu dürfen. Die Gestaltung ist meistens zweisprachig. Ein Spielplatz für Mikrotypografie!

Im Ver­gleich zum deutsch­spra­chigen Text­satz ist fran­zö­si­sche Detail­ty­po­grafie etwas auf­wen­diger ein­zu­richten. Sie lässt sich aber mit­hilfe von GREP in InDe­sign gut bewerk­stel­ligen. Die fol­genden Emp­feh­lungen basieren auf einem Blog­bei­trag der Über­set­zerin Andrea Alver­mann. Falls Du fran­zö­si­sche Texte im Detail auf andere Art behan­delst, freue ich mich über einen Kom­mentar.

 

Leerzeichen vor doppelten Satzzeichen

Dop­pelte Satz­zei­chen werden mit einem geschützten Leer­zei­chen vom vor­her­ge­henden Wort getrennt. Dop­pelte Satz­zei­chen sind Aus­ru­fe­zei­chen (!), Fra­ge­zei­chen (?), Dop­pel­punkt (:), Semi­kolon (;), Anfüh­rungs­zei­chen (« ») und Pro­zent­zei­chen (%). Manche Kol­legen meinen, dass der Leer­raum ver­rin­gert werden sollte, andere wider­spre­chen. Ich emp­fehle das anhand der Lauf­weite der ver­wen­deten Schrift zu ent­scheiden.

 

Anführungszeichen

Die Anfüh­rungs­zei­chen heißen im Fran­zö­si­schen Guil­le­mets. Sie zeigen mit der Spitze nach außen, genau umge­kehrt zur deut­schen Vari­ante. Sie zählen zu den dop­pelten Satz­zei­chen. Zitate inner­halb der wört­li­chen Rede werden ent­weder mit Anfüh­rungs­zei­chen oben (eng­li­sche Anfüh­rungs­zei­chen) oder eben­falls mit Guil­le­mets gekenn­zeichnet.

 

Semikolon und Doppelpunkt

Nach Dop­pel­punkt und Semi­kolon wird im Fran­zö­si­schen immer klein wei­ter­ge­schrieben.

 

etc.

Vor „etc.“ wird im Fran­zö­si­schen immer ein Komma ein­ge­fügt.

 

Gliederung

In fran­zö­si­schen Glie­de­rungen gibt es eine Beson­der­heit, die das jeweils erste Ele­ment betrifft. Es han­delt sich dabei immer um eine Ord­nungs­zahl. Das bedeutet, es ist „article pre­mier (oder article 1er), alinéa 1er, livre pre­mier, pre­mière page, pre­mier cha­pitre usw. und nicht „article 1“. Die wei­teren Zahlen sind dann ganz nor­male Kar­di­nal­zahlen, also article 2 usw.

 

Aufzählungszeichen

Auf­zäh­lungen mit Auf­zäh­lungs­zei­chen (z.B. Gedan­ken­strich) erhalten im Fran­zö­si­schen stets ein Semi­kolon am Ende jedes Glie­de­rungs­ele­ments, der letzte Spie­gel­strich wird mit einem Punkt beendet.

 

Datumsangaben

In Zahlen geschrie­bene Daten werden im Fran­zö­si­schen durch Schräg­striche getrennt. Bei aus­ge­schrie­benen Datums­an­gaben bekommt der Tag im Gegen­satz zum Deut­schen keinen Punkt.

 

Uhrzeit

Die Uhr­zeit wird im Fran­zö­si­schen mit einem kleinen »h« zwi­schen den Zahlen gekenn­zeichnet. Ach­tung: Vor und nach dem kleinen »h« steht jeweils 1/​8 Geviert.

 

Zahlen

Im Fran­zö­si­schen wie im Deut­schen werden Zahlen in Drei­er­blöcke unter­teilt. Im Deut­schen sind diese durch Punkte oder geschützte schmale Leer­zei­chen zu trennen, wäh­rend im Fran­zö­si­schen immer 1/​8 Geviert ein­ge­fügt wird.

 

Auslassungspunkte

Im Fach­jargon nennt man die Aus­las­sungs­punkte Ellipse. Sie werden im Fran­zö­si­schen ohne Leer­zei­chen direkt an das letzte Wort gesetzt, wäh­rend im Deut­schen vor und hinter den Aus­las­sungs­punkten ein Leer­zei­chen ein­zu­fügen ist.

 

Weiterführende Informationen

Eine zuver­läs­sige Quelle zu den mikro­ty­po­gra­fi­schen Spe­zia­li­täten des deut­schen Satzes fin­dest Du bei typefacts​.com. Dieses prak­ti­sche PDF listet die wich­tigsten Tas­ta­tur­kürzel für Mikro­ty­po­grafie in InDe­sign.

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Schreibnvaren

Das w in alternativer Buchstabenform

In den Weiten des Buchstabenkosmos tummeln sich allerlei Exoten. Manche sind ausgesprochen seltene Spezies. Eine solche ist das eigenwillige w, das wie eine Ligatur von n und v erscheint.

Die ursprüng­liche Zeich­nung dieser w-​Form sei wahr­schein­lich auf die Fraktur zurück­zu­führen, so Flo­rian Hardwig. Bis in die Mitte des 20. Jahr­hun­derts war dieses w in Deutsch­land häu­figer anzu­treffen, wie die Fas­sa­den­re­klame eines Mem­minger Schreib­wa­ren­ge­schäfts zeigt. Heut­zu­tage besitzen aller­dings nur wenige Fonts dieses eigen­wil­ligen w. Meine Favo­riten sind FF Hertz und die für Land­karten ver­wen­dete Kur­siv­schrift. In dieser Liste fin­dest Du wei­tere Schriften.

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An den Haaren herbeigezogen

Hairschaftszeiten

Friseure haben es heutzutage nicht einfach: Ein geringer Verdienst knapp über dem Mindestlohn und fehlender Nachwuchs einerseits, große Konkurrenz in den Städten andererseits. Kein Wunder, daß hier ausgefallene Geschäftsnamen so populär sind.

An Hair-​Designern aller Art haben wir uns ja schon lange gewöhnt. Neu­lich sah ich in der Schon­gauer Alt­stadt (Ober­bayern) eine beson­ders ein­falls­reiche Ver­schmel­zung der haa­rigen Dienst­leis­tung mit einem baye­ri­schen Kraft­aus­druck. Was mir natür­lich beson­ders gefiel, war die zu Grunde lie­gende Schrift­wahl Peignot. Diese deko­ra­tive Type ist, wie wir schon im Grund­stu­dium lernten, DIE belieb­teste Schrift bei Fri­seuren. Warum das so ist, bleibt mir aller­dings ein Rätsel.

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Pulsschlag aus Stahl

Brücke 10, St. Pauli-Landungsbrücken.

Blick von Brücke 10, St. Pauli-​Landungsbrücken auf die Elbe.

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Gimlet – im Rausch einer neuen Schriftfamilie

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Direkt vorweg: Gimlet ist heiße Anwärterin für meine Lieblingsschrift des Jahres und das auch nach dem zweiten, dritten, vierten und fünften Blick! Dass sie sich deutlich von der Masse abhebt und Texten zu einem starken Auftritt verhilft, ist kein Zufall, sondern das Ergebnis hervorragender Konzeptarbeit und Handwerk. Hier stelle ich Euch die Gimlet und ihren Entwerfer David Jonathan Ross vor, mit dem ich ein sehr interessantes Interview geführt habe.

Der in New Hamp­shire lebende Desi­gner und Pro­gram­mierer David Jona­than Ross ist meiner Mei­nung nach einer der talen­tier­testen jungen Typen­de­si­gner aus den USA. Schon wäh­rend seines Stu­diums am Hamp­shire Col­lege begann er Fonts zu ent­wi­ckeln und betreibt, nach seiner Zusam­men­ar­beit mit Font Bureau, seit Mai diesen Jahres sein eigenes Schrift-​Label DJR. Zu seinen Schriften zählen u.a. Mani­cotti, Turnip, Input, Output und Bungee.

Vor drei Jahren habe ich David geschrieben, wie begeis­tert ich von seiner Turnip sei (die Text­schrift dieses Blogs) und fragte ihn, woran er gerade arbeite. Dar­aufhin schickte er mir Schrift­muster einer in der Ent­wick­lung befind­li­chen großen Schrift­fa­milie. Ich konnte es kaum glauben: Sie basierte auf der Schadow Antiqua über die ich kurz zuvor einen Artikel geschrieben hatte. Im Mai erschien dann zum Start seines frisch gegrün­deten Schrift-​Labels die wun­der­bare Gimlet!

Schadow Antiqua – Historie einer Patchworkfamilie

Die Ein­zig­ar­tig­keit der Gimlet ver­steht man am besten mit einem Blick auf die 1938 erschie­nene Schadow Antiqua von Georg Trump. Leider ist sie — zu unrecht, wie ich finde — in Ver­ges­sen­heit geraten und das vor allem, weil sie als Blei­satz­schrift den Sprung in die Fotosatz-​Ära nicht geschafft hat. Grob beschrieben, würde man die Schadow Antiqua als Text­schrift mit Dis­play­qua­li­täten bezeichnen. Ihre Abstam­mung von der klas­si­zis­ti­schen Antiqua zeigt sich an der ver­ti­kalen Schat­te­nachse mit Beto­nung der ver­ti­kalen Stämme. Cha­rak­te­ris­tisch sind ihre eckig ange­setzten Serifen und aus­ge­prägte Kon­traste. Das Neue daran war damals die super­el­lip­ti­sche Form der runden Buch­staben — die wenig später in der Melior wieder auf­tau­chten — und die breit pro­por­tio­nierten Buch­staben der mageren und leichten Schnitte. Obwohl man die Schadow Antiqua den sei­fen­be­tonten Anti­quas zuordnen kann, ist sie weniger modular und in vielen Details ver­spielter als zeit­ge­nös­si­sche Schriften wie Beton oder Mem­phis.

Schadow-​Antiqua Werk, Blei­satz, 36 pt

Schadow-​Antiqua mager, Blei­satz, 36 pt

Ins­ge­samt umfasst die Schrift 8 Schnitte, die über einen Zeit­raum von 14 Jahren ent­wi­ckelt und ver­öf­fent­licht wurden. Nach heu­tigen Maß­stäben würde man jedoch kaum von einer echten Familie spre­chen, denn die Schadow Antiqua wirkt formal unein­heit­lich. In jedem Schnitt gibt es unter­schied­liche Form­de­tails. Selbst Buch­staben wie das kleine ›g‹, ›k‹ oder ›ß‹ vari­ieren zwi­schen den Schnitten.

Gimlet – der Weg zur einheitlichen Formensprache

David war von Anfang an klar, dass er nicht nur eine reine Inter­pre­ta­tion der Schadow Antiqua zeichnen wollte. Statt­dessen war sein Plan, ihren freund­li­chen Charme mit einer eigenen For­men­sprache zu ver­binden. So ist es ihm tat­säch­lich gelungen, aus einer Truppe indi­vi­du­eller Buch­staben ein echtes Team zu formen. Aus dem Neben­ein­ander sehr unter­schied­li­cher Schnitte schuf er eine sys­te­ma­tisch orga­ni­sierte Super­fa­milie mit drei opti­schen Größen und vier Breiten. Ins­ge­samt 112 Schnitte umfass­t die Gimlet. Im Ver­gleich zur Schadow Antiqua wirkt sie orga­ni­sch und har­mo­nisch abge­stimmt.

gimlet_specimen_9Eine Schrift mit starker Persönlichkeit: charakteristisch sind die superelliptische Grundform der runden Buchstsben, Strenge Serifen, beschwingte Kurven und kräftige Serifen

 

Dass die Gimlet so her­vor­ra­gend Zeilen bildet, ist auf die breiten Buch­staben, die großen Punzen und die sta­bilen Serifen zurück­zu­führen. Ihre Kur­sive basiert auf einer geneigten Roman (a, u, p), die durch kursiv geschrie­bene Minuskel-​Zeichen (g, v, x, z) kon­ter­ka­riert wird. Die Dynamik des kur­siven Textes lässt sich sogar über die OpenType-​Funktion Form­satz steuern, mit der sich alter­na­tive Zei­chen­formen anwählen lassen.

Über das OpenType-​Feature For­mat­va­ri­anten lässt sich die Dynamik kur­siver Begriffe ver­än­dern.

Im Fließ­text kon­tras­tiert die Kur­sive super als dezente Aus­zeich­nung, da sie ein wenig schmaler läuft, aber dem glei­chen Kon­trast­prinzip der Roman folgt. Für aktive Aus­zeich­nungen bietet sich Kapi­täl­chen an (vor­handen in der Gimlet Text und Gimlet Micro). Pro­por­tionale Versal- und Mediä­val­zif­fern, dickten-​gleiche Ver­sal­zif­fern, Brüche, sowie hoch- und tief­ge­stellte Zif­fern unter­streichen die Viel­sei­tig­keit der Gimlet.

Der Zei­chen­koffer hält außerdem alter­na­tive Buch­sta­ben­formen bereit, von denen manche aus­schliess­lich hän­disch über die Gly­phen­pa­lette aus­wählbar sind.

Gimlet on Air – die progressive Superfamilie im Praxistest

Im Ein­satz wird schnell deut­lich, die Gimlet zeichnet sich, neben ihren Text- und Dis­play­qua­li­täten, über ihre Fle­xi­bi­lität und die ska­lier­bare Ver­wend­bar­keit aus. Egal ob Men­gen­text oder große Über­schriften, ob Print oder Screen-​Anwendung — Gimlet wirkt stets unver­braucht frisch und ist gut lesbar. Keine bekannte Schrift ver­fügt über ein iden­ti­sches Form­prinzip, wodurch Texte eine indi­vi­du­elle Note erhalten.

Über­ein­an­der­ge­legte Out­lines ver­deut­li­chen den Kon­trast­un­ter­schied zwi­schen Gimlet Dis­play, Text und Micro.

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Im Men­gen­text emp­fiehlt sich Gimlet Text in der nor­malen Breite oder im Narrow-​Schnitt, der etwa 6 Pro­zent schmaler läuft. Bild­un­ter­schriften, Fuß­noten und Klein­ge­drucktes sind das Metier der Gimlet Micro. Sie ist einen Hauch breiter und mit weniger Strich­stär­ken­kon­trast gezeichnet als Gimlet Text.

Für Über­schriften und kurze Texte über 20 pt eignet sich die Display-​Familie beson­ders gut. Sie läuft platz­sparender als Gimlet Text und ist optisch ange­passt: aus­ge­prägte Kon­traste in den Über­gängen und Bogen­ein­läufen ver­leihen ihr Fein­heit und Ele­ganz. Die Condensed- und Compressed-​Schnitte könnten für schmale Text­ko­lumnen ein­ge­setzt werden. Wer zu lange Text­stre­cken damit setzt, gefährdet aller­dings den Lese­kom­fort, der durch die schmale Zeich­nung und geringen Weiß­räume zwangs­läufig ein­ge­schränkt ist.

Mit vier Breiten ist Gimlet bes­tens gerüstet für ver­schie­dene View­port­breiten der Bild­schirme. Im Test zeigt sich ein erstaun­lich gleich­mä­ßiges Schrift­bild der Gimlet Text und Gimlet Micro im normal breiten und im Narrow-​Schnitt. Bei groß­zü­gigem Zei­len­ab­stand ist sie ange­nehm zu lesen. Ihre Buch­staben erscheinen im Ver­gleich zu anderen Text­schriften gera­dezu riesig. Inso­fern emp­fiehlt sich für Fließ­text ein um 10 bis 15 Pro­zent ver­klei­nerter Schrift­grad.

Gimlet ist in ver­schie­denen Paketen als Kombi-​Lizenz (Desktop + Web + App + ePub) bei DJR​.com erhält­lich oder in ver­schie­denen Paketen und Schnitten als Einzel- oder Mehrfach-​Lizenzen (Desktop /​ Web /​ App /​ ePub) bei Type Net­works erhält­lich.

Mehr über die Ent­ste­hung der Gimlet erfahrt Ihr hier in meinem Gespräch mit David Jona­than Ross. Viel Spaß!

 

Herzlichen Dank an Bettina Knoth für das Lektorat und die Qualitätssicherung.

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Interview with David Jonathan Ross

I talked with David about Gimlet, his own type label DJR and new typefaces in progress.

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Hi David, you recently founded your own type label DJR. What was your motivation? Which meaning does the Type Network have for you?

In recent years, I have taken a more active role in the licen­sing and mar­ke­ting of my typefaces, in addi­tion to the design and pro­duc­tion. I have released my typefaces with Font Bureau for years, but we rea­lized that I could take this fur­ther as an inde­pen­dent foundry. Cur­r­ently, the font market is short on inde­pen­dent dis­tri­bu­tors, which is why I am happy that Type Net­work exists and that it encou­raged me to join as an inde­pen­dent foundry. They have been very sup­por­tive of me as I’ve under­gone this whole pro­cess.

Your new font family Gimlet draws its inspirations from Schadow-​Antiqua. Which characteristics did you transfer and what was your own infusion?

Tech­ni­cally Nick Sherman intro­duced me to it, and I had many dis­cus­sion with both him and German desi­gner /​ edu­cator Indra Kup­fer­schmid about the nature of the design. Both helped me ana­lyze the design and decide how to rein­ter­pret it. I took most of my inspi­ra­tion from the Schadow Werk style, which is quite dis­tinct from the rest of the family. I wanted Gimlet to keep some of Schadow’s quirks (like the leg of the R‘ or the open ’g‘) but I wanted it to feel organic and natural, ins­tead of awk­ward or geo­me­tric. The reverse-​taper of the serifs is ano­ther fea­ture adapted from Schadow, as well as the default eszet. The geometric-​style ’a‘ is avail­able as an alter­nate glyph. Ano­ther set of alter­nates taken from Schadow that might be of inte­rest to German speakers are the sunken die­reses.

Sunken die­reses are avail­able via OpenType-​Feature.

Was there a masterplan at the beginning to design a big family combining display and text fonts with three optical sizes and with four widths?

There was no master plan … the family just kept gro­wing out of con­trol! My first focus was the Micro styles, since I wasn’t sure how much of Schadow’s per­so­na­lity I needed to change in order to make it a suc­cessful text face. Once I was con­fi­dent with how Gimlet per­formed in text, I began to change the pro­por­tions, raise the stroke con­trast, and add back some of the quirks for Gimlet Dis­play.

Which challenges did you have to master during the design process?

I think the big­gest chal­lenge for Gimlet was balan­cing the per­so­na­lity and func­tio­na­lity of the typeface … paying homage to Schadow without doing a revival of it. I wanted this typeface to have a sense of humor, but I didn’t want it to be a joke. I wanted it to be a useful and ver­sa­tile tool that speaks with a dis­tinct voice. It was an inte­res­ting pro­blem to figure out how to get all of the quirky details in there, but still end up with a smooth block of text and head­lines that aren’t too dis­trac­ting.

Why does Gimlet have no ligatures?

Bes­ides an ’ff‘ liga­ture in some of the bolder styles, Schadow didn’t do ’f‘ liga­tures. Some­times liga­tures can look finicky, so I decided to avoid them as well. Ins­tead I let Gimlet’s ’f‘ gets nar­rower as it ascends (some­thing that Schadow also does), which (com­bined with a long serif on the right) creates more room so the over­hang is less.

No liga­tures needed to keep a well balanced spa­cing behind f.

For what sizes do you recommend Gimlet Display, Gimlet Text and Gimlet Micro?

I didn’t issue spe­cific size recom­men­da­tions for Gimlet because I wanted to desi­gners to feel con­fi­dent in using the styles that they feel worked best in their envi­ron­ment. Gimlet Micro will begin to look coarse and ungainly when used above text sizes, and Gimlet Dis­play will begin to get too tight under 24 px. Beyond that, width, weight, color, and prin­ting /​ ren­de­ring can all play a part in the best style to use in a given situa­tion.

Which styles are suitable for long screen reading?

Assuming rela­tively large text and a single column, I’ll usually start with Gimlet Text. The Micro styles are a bit har­dier, and are great for cap­tions or multi-​column designs where the body text is smaller. Gene­rally, I find the wider styles to be more com­for­table for extended rea­ding than the nar­rower ones. But when rea­ding an article on a phone, the nar­rower styles allow an extra word or two to fit on each line, which makes for a more plea­sant rea­ding expe­ri­ence. For text, I usually start with the Regular weight, though the Light weight is good for rea­ding against a dark back­ground.

Can you tell some successful usecases of Gimlet in print and web?

I like that desi­gners have found a variety of ways to use dif­fe­rent parts of the family. For example, Robb Rice’s design of Foot­wear News uses Gimlet Dis­play very large, adding tons of per­so­na­lity to the maga­zine. Mean­while, Typographica’s Type Foundries Today uses only the text size, where it com­mu­ni­cates much more subtly. The 2015 Typo­gra­phics Con­fe­rence used Gimlet as a com­pa­nion for Stilla, and left the per­so­na­lity to Stilla. Nick Sherman thought that Gimlet was too wide for nar­rower screens, which is where the idea of text widths was born. Kat Ran Press also used it for a book about dogs, which I thought was great.

Are there new typefaces, you’re working at the moment?

Bungee is a typeface that celebrates the urban sign. You can adapt to horizontal or vertical text.

Bungee is a typeface that cele­brates the urban sign. You can adapt to hori­zontal or ver­tical text.

Output is a sans serif that was designed for interfaces.

Output is a sans serif that was desi­gned for inter­faces.

There is always some­thing! I just released Bungee recently, and you can find several pre­views of things on my web­site, inclu­ding Forma, a revival of an Ita­lian neo-​grotesk from the Neb­biolo foundry, Fern, a huma­nist old­style desi­gned for the screen, and Output, a cousin to Input opti­mized for user inter­faces.

David, thank you very much!

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