5 praktische Werkzeuge für die rasche Schriftidentifizierung

Im Gestalteralltag taucht immer mal wieder ein unbekannte Schrift auf, die für eine akute Adrenalinausschüttung sorgt. Die wäre doch was für ein CD oder ein Magazinlayout … Guter Rat bei der Identifizierung muss nicht teuer sein, denn es gibt nützliche Helfer für umsonst. Hier stelle ich kurz 5 dieser Werkzeuge vor.

1. WhatFont – schnelle Identifizierung von Webfonts

WhatFont
What­Font ist mein per­sön­li­ches Lieb­lings­tool bei der Iden­ti­fi­zie­rung von Web­fonts. Es ist als Book­mark­let und Erwei­te­rung für Chrome und Safari ver­füg­bar. Es wird per Klick akti­viert und blen­det beim Hovern mit der Maus ein Fens­ter mit dem Schrift­na­men ein. Durch einen wei­te­ren Klick offen­ba­ren sich zusätz­li­che Infor­ma­tio­nen: Schrift­art, Schrift­schnitt, Schrift­größe, Zei­len­ab­stand, Schrift­farbe und eine kleine Vor­schau des Alpha­bets. Mit der Esc-​Taste wird das Book­let wie­der deak­ti­viert. Die Tref­fer­quote der dar­ge­stell­ten Schrif­ten ist in der Regel recht hoch.

2. TypeSample – eigenes Schriftmuster direkt aus dem Browser

TypeSample
Type­S­am­ple ist auch ein Book­mark­let, mit dem sich Schrif­ten auf Web­sites iden­ti­fi­zie­ren las­sen. Nach Akti­vie­rung wird in einem Layer ein Schrift­mus­ter dar­ge­stellt. Schön, dass man die­ses durch Tas­ta­tur­ein­gabe ver­än­dern und sich Alpha­bet, Zif­fern und Inter­punk­tio­nen anzei­gen las­sen kann. Als Schman­kerl lässt sich das eigene Schrift­mus­ter als PNG abspei­chern.

3. FireBug – CSS-​Styling und mehr

Das Firefox-​Addon Fire­Bug ist nicht nur für Frontend-​Entwickler nütz­lich, son­dern bie­tet auch dem Schrift­su­chen­den Infor­ma­tio­nen über die ver­wen­de­ten Fonts. In der Light-​Version funk­tio­niert es auch in den ande­ren popu­lä­ren Brow­sern.

4. WhatTheFont – Offline- und Online-​Schrifterkennung

What­The­Font ist ein alter Hase in Sachen Schrift­i­den­ti­fi­zie­rung. Man lädt ein Foto oder Screen­shot über das Inter­face hoch und muss dann ein­zelne Buch­sta­ben kor­rekt zuwei­sen. Anschlie­ßend erhält man das pas­sende Ergeb­nis oder eine Liste mit ähn­li­chen Schrif­ten. Je bes­ser und grö­ßer die Abbil­dungs­qua­li­tät des Schrift­mus­ters, desto höher die Tref­fer­wahr­schein­lich­keit. What­The­Font gibt es auch als eigen­stän­dige App fürs Smart­phone.

5. Acrobat – Schrifterkennung mithilfe eines PDFs

Ein klei­ner Geheim­tipp ist die Ver­wen­dung von Acro­bat. Wenn ein PDF als Schrift­probe vor­han­den ist (z.B. als Bro­schüre oder Flyer im Download-​Bereich einer Web­site ver­füg­bar), ste­hen die Auf­klä­rungs­chan­cen gut: Unter dem Menü Datei /​ Eigen­schaf­ten (Mac: ⌘ + D) bie­tet der Rei­ter »Schrif­ten« eine feine Auf­lis­tung aller ein­ge­bet­te­ten Fonts.