Digitale Schriftmuster

Auf typespecimens.io fin­dest Du eine feine Aus­wahl digi­ta­ler Schrift­mus­ter von ver­schie­de­nen Type­found­ries. Ich finde es sehr beein­dru­ckend, wie auf­wen­dig und lecker viele Schrif­ten mit eige­nen Mini‐Websites prä­sen­tiert wer­den. Mein Tipp: GT Ame­rica ist ganz vorne dabei.

Meh­rer Schrift­mus­ter als the­ma­ti­sche »Wim­mel­bil­der« und Fund­grube für wirk­lich tolle Schrift­mi­schun­gen prä­sen­tiert Hoefler & Co. Dis­co­ver Typo­gra­phy: ame­ri­ka­nisch, retro und state of the art!

Eine rich­tig tolle Geschichte mit fan­tas­ti­schen Illus erzählt die Micro­site zur Mort Modern. Diese ame­ri­ka­ni­sche Bodoni‐like Anti­qua ist in zwei­er­lei Hin­sicht umfwer­fend. Ers­tens bie­tet sie 56 Schnitte, dar­un­ter drei opti­sche Grö­ßen (Large, Sub­ti­tel, Text) und jede Menge raf­fi­nier­ter OpenType‐Features. Zwei­tens ist die Mort Modern für den pri­va­ten Gebrauch sehr güns­tig zu erwer­ben (Pay as you want).

Schreibnvaren

Das w in alternativer Buchstabenform

In den Weiten des Buchstabenkosmos tummeln sich allerlei Exoten. Manche sind ausgesprochen seltene Spezies. Eine solche ist das eigenwillige w, das wie eine Ligatur von n und v erscheint.

Die ursprüng­li­che Zeich­nung die­ser w‐Form sei wahr­schein­lich auf die Frak­tur zurück­zu­füh­ren, so Flo­rian Hard­wig. Bis in die Mitte des 20. Jahr­hun­derts war die­ses w in Deutsch­land häu­fi­ger anzu­tref­fen, wie die Fas­sa­den­re­klame eines Mem­min­ger Schreib­wa­ren­ge­schäfts zeigt. Heut­zu­tage besit­zen aller­dings nur wenige Fonts die­ses eigen­wil­li­gen w. Meine Favo­ri­ten sind FF Hertz und die für Land­kar­ten ver­wen­dete Kur­siv­schrift. In die­ser Liste fin­dest Du wei­tere Schrif­ten.

Gimlet – im Rausch einer neuen Schriftfamilie

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Direkt vorweg: Gimlet ist heiße Anwärterin für meine Lieblingsschrift des Jahres und das auch nach dem zweiten, dritten, vierten und fünften Blick! Dass sie sich deutlich von der Masse abhebt und Texten zu einem starken Auftritt verhilft, ist kein Zufall, sondern das Ergebnis hervorragender Konzeptarbeit und Handwerk. Hier stelle ich Euch die Gimlet und ihren Entwerfer David Jonathan Ross vor, mit dem ich ein sehr interessantes Interview geführt habe.

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Interview with David Jonathan Ross

I talked with David about Gimlet, his own type label DJR and new typefaces in progress.

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Hi David, you recently founded your own type label DJR. What was your motivation? Which meaning does the Type Network have for you?

In recent years, I have taken a more active role in the licen­sing and mar­ke­ting of my typefaces, in addi­tion to the design and pro­duc­tion. I have released my typefaces with Font Bureau for years, but we rea­li­zed that I could take this fur­ther as an inde­pen­dent foundry. Cur­r­ently, the font mar­ket is short on inde­pen­dent dis­tri­bu­tors, which is why I am happy that Type Net­work exists and that it encou­ra­ged me to join as an inde­pen­dent foundry. They have been very sup­por­tive of me as I’ve under­gone this whole pro­cess.

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Hart aber Her(t)zlich

Letzten Herbst feierte das Genre der Zeitungsschriften mit der FF Hertz einen bemerkenswerten Zuwachs. Die Schriftfamilie leistet besonders im harten Brotgeschäft mit langen Texten gute Dienste. Dabei bietet sie die ein oder andere Überraschung und empfiehlt sich für viele unterschiedliche Anwendungen. Auf MyFonts.de erschien heute meine Font‐Rezension.

FF-Hertz

Montag ist »The Pyte Typefoundry« Tag

Der norwegische Designer Ellmer Stefan veröffentlicht auf thepytefoundry.net jeden Montag einen Display‐Font. Das Projekt ist eine Hommage an die große Schriftvielfalt des 19. Jahrhunderts. Alle digitalen Schriftentwürfe basieren auf modularen Buchstabenelementen und können für jeweils 7 Tage kostenlos heruntergeladen werden.

5 praktische Werkzeuge für die rasche Schriftidentifizierung

Im Gestalteralltag taucht immer mal wieder ein unbekannte Schrift auf, die für eine akute Adrenalinausschüttung sorgt. Die wäre doch was für ein CD oder ein Magazinlayout … Guter Rat bei der Identifizierung muss nicht teuer sein, denn es gibt nützliche Helfer für umsonst. Hier stelle ich kurz 5 dieser Werkzeuge vor.

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Frische Schriften aus Italien: Zenon, Brevier, Gramma

In der italienischen Typo‐Szene sorgt das Kollektiv CAST für frischen Wind. Die 2013 gegründete »Cooperativa Anonima Servizi Tipografici« vertreibt eigene Schriften und bietet typografische Dienstleistungen. Ich habe Riccardo Olocco — einen der Gründer — zu seinen dort veröffentlichten Schriften Zenon, Brevier und Gramma befragt. Meine dreiteilige Fontschau erscheint ab heute bei MyFonts.de.

zenon

brevier

gramma

Neuland

Rudolf Koch war einer der bedeutendsten deutschen Schriftkünstler des frühen zwanzigsten Jahrhunderts. Er schuf als Mitarbeiter der Gebrüder Klingspor Gießerei Offenbach viele noch heute bekannte Schriften, darunter die Wilhelm‐Klingspor‐Schrift, Kabel und Neuland.

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